PachthäuserBerlin

Selbstverwaltet Leben?

 

Selbstverwaltung

Selbstverwaltung heißt
… das Wohn- und Lebensumfeld eigenverantwortlich zu gestalten. Wir kümmern uns gemeinsam um das Haus, auch finanziell. Das heißt: Wir regeln Reparaturen, Instandhaltung, Wohnfragen selbst.
Wir sind quasi unsere eigene Hausverwaltung – mit allen dazugehörigen Aufgaben: Hausmeistertätigkeiten, Buchhaltung, (Neu-)Vermietung, Regelung von Mietschulden, Investitionsplanung etc.
Alltag und Abläufe im Haus organisieren wir mit gegenseitiger Unterstützung, bei Bedarf auch mit professioneller Dienstleistung von außen (z.B. Schornsteinfegen, Fassadendämmung oder Heizungsmontage).
Wir machen diese Arbeiten, um die sich sonst der/ die Eigentümer*in kümmern muss, unentgeltlich.
Dafür genießen wir viel Gestaltungsfreiheit. So können wir selbst entscheiden, wer bei uns einzieht, wie wir mit Mietschulden umgehen und ob wir Modernisierungsmaßnahmen benötigen oder nicht.
Selbstverwaltete Häuser gibt es in unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Rechtsformen.
Die in unserem Netzwerk zusammengeschlossenen Projekte sind größtenteils als Verein organisiert und haben Pachtverträge mit den Eigentümer*innen unserer Häuser:
den landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWUs) Gewobag, WBM, Degewo und Howoge. Die Pachtverträge haben in der Regel lange Laufzeiten (10 bis 30 Jahre), einen festgelegten Pachtzins mit für die gesamte Laufzeit vereinbarten Steigerungsraten.
Das bietet Stabilität und Sicherheit. Auch die LWUs profitieren von diesem Modell, denn sie sparen sich die Kosten für die Hausverwaltung und alle damit verbundenen Arbeiten.
Wir geben unser ehrenamtliches Engagement im Gegenzug für langfristig bezahlbare Mieten und für die Möglichkeit, solidarisches Wohnen umzusetzen.

Nachbarschaftliches Engagement und gesellschaftlicher Mehrwert Wir erbringen vielfältige soziale und kulturelle Leistungen, die auch in die Kieze hinein wirken.
Ob lebendige und klimagerecht gestaltete Innenhöfe oder Bienenstöcke auf dem Dach, ob Fahrradselbsthilfe-Werkstatt oder Kinderladen —
zahlreiche Bewohner*innen engagieren sich für nachbarschaftliche Solidarität und gegen Vereinzelung.

Bei uns fliegt niemand raus, weil er oder sie sich die Miete nicht mehr leisten kann.
Statt erzwungener Wohnungswechsel setzen wir auf soziale Mieten und verlässliche Strukturen.
Selbstverwaltete Häuser bieten auch Raum für unkommerzielle Projekte.
Das ist gut für die Bewohner*innen, gut für den Kiez – und gut für die Stadt.